Der Traum vom eigenen Unternehmen ist für viele greifbar – doch komplett bei null zu starten, birgt Risiken. Genau hier kommt Franchising ins Spiel: Du nutzt ein erprobtes Konzept, eine bekannte Marke und ein bewährtes System. Aber was kostet das eigentlich?
Franchise Kosten sind die Investitionen, die auf dich zukommen, wenn du dich einem bestehenden Franchise-System anschließt. Dazu gehören einmalige Gebühren genauso wie laufende Beiträge – also nicht nur der Start, sondern auch der Betrieb im Alltag.
Diese Kosten ermöglichen dir, ein fertiges Konzept zu nutzen, das dir viele klassische Herausforderungen beim Unternehmensstart abnimmt. Statt alles selbst zu entwickeln, bekommst du ein funktionierendes System mit Unterstützung, Schulung und Markenbekanntheit.
Hier findest du die wichtigsten Kostenarten, die beim Franchise auf dich zukommen können:
1. Einmalige Eintrittsgebühr
Die sogenannte Franchise-Einstiegsgebühr ist deine Eintrittskarte ins System. Du zahlst sie einmalig zu Beginn. Enthalten sind oft:
Die Nutzung der Marke
Zugang zum Know-how
Schulungen und Trainings
Unterstützung bei der Standortwahl oder dem Geschäftsaufbau
Je nach System liegt diese Gebühr meist zwischen 5.000 und 40.000 Euro.
2. Laufende Franchise-Gebühren
Die meisten Franchise-Systeme verlangen eine regelmäßige Gebühr – entweder als fixer Monatsbetrag oder als prozentualer Anteil deines Umsatzes. Diese laufenden Gebühren decken zum Beispiel:
Weiterentwicklung des Systems
Zentrale Leistungen (z. B. IT, Beratung)
Markenpflege
Typisch sind 4 bis 10 % vom monatlichen Umsatz, abhängig vom Franchisegeber.
3. Marketingkosten
Viele Systeme betreiben zentrale Werbung, von der du profitierst – z. B. nationale TV-Kampagnen oder Online-Werbung. Dafür wird meist ein Marketingbeitrag fällig.
Oft liegt dieser bei 1 bis 3 % deines Umsatzes. Dafür bekommst du professionelle Werbemittel, Branding-Unterstützung und Reichweite, die du alleine kaum finanzieren könntest.
4. Investitionen vor dem Start
Bevor du loslegen kannst, fallen oft einmalige Investitionen an:
Geschäftsräume einrichten
Technik und Ausstattung kaufen
Erstausstattung mit Waren
Genehmigungen oder Versicherungen
Die Höhe hängt stark von der Branche ab. Eine mobile Dienstleistung ist günstiger als ein Gastronomiebetrieb mit festem Standort.
5. Schulung & Weiterbildung
Viele Franchise-Systeme legen großen Wert auf dein Wissen. Trainings sind oft im Einstiegspreis enthalten. Manchmal gibt es aber auch Zusatzseminare, die separat berechnet werden – zum Beispiel zu Themen wie Personalführung, Digitalisierung oder Vertrieb.
Die Gesamtkosten für den Start hängen stark vom System ab. Hier ein grober Überblick:
Kleinere Konzepte: ab ca. 10.000 bis 25.000 Euro
Mittelgroße Systeme: ca. 30.000 bis 70.000 Euro
Bekannte Marken & große Systeme: oft über 100.000 Euro
Wichtig: Viele Franchisegeber bieten Finanzierungshilfen oder Kontakte zu Banken. Auch Förderungen sind möglich – vor allem, wenn du dich hauptberuflich selbstständig machst.
Auch wenn der Einstieg Geld kostet – du investierst nicht in eine Idee, sondern in ein funktionierendes Konzept mit echtem Rückhalt. Das spart Zeit, vermeidet Anfängerfehler und erhöht deine Erfolgschancen. Du bist selbstständig, aber nicht allein.
Wie kann ich Franchise Kosten finanzieren?
Viele Systeme unterstützen dich bei der Finanzierung. Möglich sind Bankkredite, Fördermittel oder Leasingmodelle. Auch Businesspläne und Finanzpläne bekommst du oft vom Franchisegeber.
Sind alle Franchise Kosten transparent?
Seriöse Franchisegeber legen alle Kosten offen dar – von der Eintrittsgebühr bis zu laufenden Zahlungen. Achte darauf, dass du ein vollständiges Angebot mit klarer Kostenstruktur erhältst.
Kann ich mit wenig Eigenkapital starten?
Ja, einige Systeme sind bewusst schlank konzipiert. Gerade im Dienstleistungsbereich gibt es Franchises, bei denen du schon mit unter 15.000 Euro starten kannst – zum Beispiel im Coaching, Homecare oder Mobilservice.
Welche Kosten kommen nach dem Start auf mich zu?
Neben den laufenden Gebühren musst du mit Betriebskosten wie Miete, Personal, Versicherung oder Marketing rechnen – wie bei jedem Unternehmen. Der Vorteil: Du bekommst konkrete Unterstützung bei der Planung.